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Schafe und Hirten in Terchová – ein lebendiges Erbe der Berge

  • Autorenbild: Miroslav Lidak
    Miroslav Lidak
  • 31. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn man Terchová sagt, denken die meisten an Jánošík, Musik und Berge. Doch noch bevor hier die Geigensaiten erklangen, hallte durch die Täler das Läuten der Schafe. Die Hirtenkultur war über Jahrhunderte die Grundlage des Lebens in dieser Region – und bis heute findet man hier ihre Spuren, ihren Duft und ihren Klang.


Leben mit Schafen – Tradition unter dem Rozsutec

Schafe waren für die Menschen in Terchová mehr als nur eine Lebensgrundlage. Sie lieferten Wolle, Milch, Käse und Wärme – und die Hirten kümmerten sich monatelang hoch oben in den Bergen der Kleinen Fatra um sie. An den Hängen rund um Stoh, Poludňový Grúň oder Osnica findet man auch heute noch alte Schafhütten und Koliben, in denen einst gelebt wurde.

Viele ältere Bewohner von Terchová erinnern sich noch gut an die Zeiten, als im Frühling die Herden durchs Dorf in die Berge getrieben wurden und im Herbst feierlich zurückkehrten.

Käse, Žinčica und der Duft der Alm

Aus der Hirten­tradition ist das Beste bis heute erhalten geblieben – die Herstellung traditioneller Milchprodukte. In Terchová können Sie kosten:

  • Schafkäse und Oštiepok,

  • Parenica und Korbáčiky,

  • echte Žinčica, die warm direkt auf der Alm getrunken wird.

Diese Spezialitäten können Sie zum Beispiel auf der Alm Syrex genießen – einem Ort, an dem Tradition und Handwerk auf moderne Gastronomie treffen.


Hirtenkultur und Musik

Hirten waren nicht nur Bauern – sie waren auch Musiker, Geschichtenerzähler und Träger der Volksweisheit. Gerade aus ihrem Umfeld stammt die Terchováer Musik, die ein fester Bestandteil des Hirtenlebens war – sie erklang am Feuer, während des Hütens oder bei der Rückkehr nach Hause.

Fujara, Koncovka, Hirtenflöte – all diese Instrumente entstanden aus dem Bedürfnis, „mit den Bergen zu sprechen“.


Schafe in Terchová heute

Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, gehören Schafe weiterhin zu Terchová. Auf den Wiesen rund um das Vrátna-Tal oder Zázrivá kann man sie im Frühling und Sommer sehen. Einige Almen sind für Besucher zugänglich – Kinder können zuschauen, wie Käse hergestellt wird, ein Lamm streicheln oder frische Žinčica probieren.


Eine Berührung der Vergangenheit, die nach Heu duftet

ie Hirtenkultur ist nicht nur Vergangenheit – sie erinnert daran, dass das Leben in den Bergen immer im Einklang mit der Natur stand, nicht gegen sie. Und wenn Sie im Sommer oberhalb von Terchová wandern und aus der Ferne Glocken hören, wissen Sie: Die Tradition lebt hier noch immer.


Während Ihres Aufenthalts im Apartment Adventourist unternehmen Sie einen Ausflug zur Alm Syrex oder machen Sie einen Spaziergang über die Wiesen oberhalb von Terchová. Vielleicht treffen Sie einen Hirten, der Ihnen lächelnd sagt: „Schafe sind unsere Musik.“


 
 
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